Trockenes Auge und Erkrankungen der Augenoberfläche

Das trockene Auge ist eine der häufigsten Augenerkrankungen. Fremdkörpergefühl, kratzende, wunde und gerötete Augen sind hier die Leitsymptome. Oft kommt es zur Zunahme der Beschwerden im Tagesverlauf und unter speziellen Bedingungen wie trockene Umgebungsluft (Klimaanlage, Heizperiode) oder windigen Wetterverhältnissen. Auch können Risikofaktoren wie Rauchen, vermehrte Bildschirmarbeit oder Tragen von Kontaktlinsen zu einer Verstärkung der Symptome führen. Die Ursachen des trockenen Auges sind vielfältig. Neben den bereits angesprochen Umweltfaktoren spielt die lokale Entzündung an der Augenoberfläche eine wesentliche Rolle. Ebenso eine Entzündung der Lidkante oder systemische Erkrankungen (Autoimmunerkrankungen) können das Krankheitsbild auslösen.

Um eine entsprechende Therapie einzuleiten ist zunächst eine exakte Diagnostik zur Evaluierung der Ursache erforderlich. In den meisten Fällen können mittels Augentropftherapie und Lifestylemodifikationen die Beschwerden erfolgreich gelindert werden. Reicht diese Therapie jedoch nicht aus, kann diese durch eine entzündungshemmende lokale Therapie ergänzt werden. Auch weitere Untersuchungen bei Spezialisten anderer Fachrichtungen (Rheumatologie, Gynäkologie oder Dermatologie) kann in Einzelfällen erforderlich sein.

Erkrankungsspektrum

  • Keratokonjunktivitis Sicca
  • Meibomdrüsendysfunktion
  • Blepharitis
  • Morbus Sjögren
  • Okuläre Rosazea

Diagnose und Therapie

  • Färbemethoden der Augenoberfläche (Fluorescein, Lissamingrün)
  • Schirmer Test
  • Break Up Time
  • Verordnung einer unkonservierten lokalen Tropftherapie
  • Verordnung einer entzündungshemmenden Therapie (Kortison, Cyclosporin A)
  • Verordnung von Serum-Augentropfen